See the Unseen –

Besuchsdienst im Rotlichtmilieu

Obwohl Prostitution in Deutschland legal ist, ist es dennoch kein Job wie jeder andere. Sexkauf macht den Menschen zur Ware, zum Objekt. In Prostitution verstrickte Menschen erleben häufig Gewalt, Ausbeutung und Zwang. Das steht in völligem Widerspruch zur Würde, die allen Menschen innewohnt.

Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. Wir haben erlebt, dass die Liebe Gottes nachhaltige Veränderung in hoffnungslose Lebenssituationen bringen kann.

Deshalb besuchen wir diese viel zu oft übersehenen Menschen und vermitteln ihnen Würde, Wertschätzung und neue Hoffnung. Nach Möglichkeit begleiten wir sie in innere und äußere Freiheit.

Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.
Jeremia 29,11

Mit Jesus unterwegs im Rotlichtmilieu.
Ungesehene finden. Hoffnung geben.
In Freiheit begleiten.

Was du wissen solltest

Die Gründe, warum sich Menschen prostituieren, sind vielfältig. Der wichtigste Grund ist jedoch Zwang. Sie sehen sich bspw. durch finanzielle Nöte aufgrund der Arbeitsmarktsituation im Heimatland gezwungen, Arbeitsangebote im Ausland anzunehmen oder direkt in die Prostitution zu gehen, oder sie werden von anderen gewaltsam oder durch falsche Versprechungen in die Prostitution gezwungen. Menschenhandel spielt auch in der Prostitution in Europa eine wichtige Rolle. Betroffene leben gezwungenermaßen in einer Parallelwelt, der sie allein nicht entfliehen können. Aufgrund einer Sprachbarriere, sozialer und gesellschaftlicher Isolation, finanzieller Einschränkungen sowie von Negativerfahrungen mit Behörden und Abhängigkeiten von Dritten ist der Zugang zu Auswegen und Hilfsmöglichkeiten für diese Zielgruppe stark erschwert. Die aktuelle Gesetzgebung ist nichtgeeignet, um Opfer von Menschenhandel und Zwang wahrzunehmen und ihnen effektiv zu helfen.

Die von uns in der Prostitution angetroffenen Personen stammen überwiegend aus Osteuropa, Thailand und Südamerika.

In unseren Orten stoßen wir auf eine Vielzahl an Wohnungsbordellen, die oft nicht behördlich angemeldet sind. Je nach Stadt gibt es auch Laufhäuser, Bordelle, Tabledance-Bars usw.
Die Genehmigung eines Etablissements gibt noch keine Auskunft über das Ergehen bzw. den Hintergrund der Frauen, die sich dort prostituieren, wie beispielsweise im Fall des Paradise Stuttgart auch öffentlich bekannt und strafrechtlich verfolgt wurde.

Mit „Bordell Europas“ betitelt der Spiegel unser Land zutreffend. Diesen Zustand wollen wir aber nicht akzeptieren.

Wir haben uns entschieden, für die Freiheit aufzustehen – der einzelnen Betroffenen, aber auch unserer Gesellschaft.

Gern zeigen wir dir, wie du dich engagieren kannst.

Kontaktiere uns gern

Zahlen & Fakten

Zahlen und Fakten findet man auch bei unser Partnerorganisation Gemeinsam-gegen-Menschenhandel.

Zur Webite

Und auch das Bundeskriminalamt erfasst jährlich Zahlen zum Thema Menschhandel in Deutschland, wobei etwa 70% der Fälle auf sexuelle Ausbeutung entfallen:

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Unsere Dienste bei See the Unseen

Streetwork

Wir engagieren uns – weitgehend ehrenamtlich – in fünf Städten im Osten Deutschlands und besuchen Frauen in Bordellen und Arbeitswohnungen.

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Ausstiegsarbeit

In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von Helfern, Ämtern, Ärzten und weiteren Ausstiegsorganisationen, begleiten wir Frauen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

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Prävention & Aufklärung

Um Jugendliche zu stärken und zu schützen, bieten wir Workshops für Schulen und Vereine an.

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Vernetzung

Einen weiteren wichtigen Teil unserer Arbeit bildet die Kooperation mit anderen Partnern:

  • regionale Beratungsstellen, Behörden und Ärzte
  • Gemeinsam gegen Menschenhandel e. V.
  • European Freedom Network

Unsere Standorte

PERLA

  • in Chemnitz
  • wurde 2017 gegründet

Adamastos Hope

  • in Dresden
  • wurde 2014 gegründet

Eliora

  • in Erfurt
  • wurde 2016 gegründet

Projekt Freiheit

  • in Zwickau
  • wurde 2017 gegründet

Tausendschön

  • in Jena
  • wurde 2017 gegründet

Impressionen

Kontakt und Unterstützung

Du möchtest dich engagieren oder hast Fragen? Melde dich gern bei uns: seetheunseen@weltbeweger.eu

Möglichkeiten zur Mitarbeit

  • Gebet
  • Mitarbeit bei der Streetwork
  • Geschenke (Ideen, besorgen, basteln, verpacken etc.) und Sachspenden (Blumen, Kosmetika, Hygieneartikel, Kleidung usw.)
  • Bildungsangebote (Sprach-, Kreativ-, Musikkurs, Mentoring etc.)
  • medizinische Hilfe ohne Krankenversicherung (Physiotherapie, Zahnarzt, Gynäkologin)

Frauen und Männer sind bei uns gleichermaßen gern gesehen. Nimm einfach Kontakt zu uns auf und lass uns ins Gespräch darüber kommen, wie eine Mitarbeit für dich aussehen kann.

Spende

Das Thema bewegt dich, aber du hast keine Kapazität, dich praktisch einzubringen? Dann gibt es hier die Möglichkeit, uns finanziell zu unterstützen, da unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden getragen wird.

Zu unseren regelmäßigen Ausgaben gehören:

  • Personalkosten
  • Büro/Räume
  • Material für aufsuchende Arbeit / Frauen im Milieu
  • Ausstiegsbegleitung
  • Netzwerkarbeit/Weiterbildung

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